Radball hat in Großenhain Tradition


Alles begann bereits vor 1939. Erste Trainingsstätte war der Saal in der Gaststätte Kleinraschütz. Nach dem Krieg fanden sich 1950 15 bis 20 Mädchen und Jungen zum sogenannten Reigenfahren, das ist die Vorstufe zum Kunstradfahren, zusammen. 1956 begann der richtige Radballsport vorallem mit Vergleichen gegen Naunhof. Auch Radpolo wurde gespielt. 1964 begann der Regelmäßige Wettkampfbetrieb. An der Wiege des Großenhainer Radballs standen u.a. Helmut Schönert und Gottfried Flade.
Zu den sportlichen Erfolgen zählen der zweite und dritte Platz bei internationalen Turnieren, 1981 der Sieg der Männer in der laufenden Punktspielserie sowie der Kreisunionsmeistertitel 1993. Zu Vorwendezeiten brachte man es sogar bis in die Landesliga. Doch das ist schon ein weilchen her. Was geblieben ist, ist der Enthusiasmus und die Begeisterung für Radball. 9 aktive Sportfreunde, gestaffelt in drei Manschaften, gibt es zur Zeit. Ihr Domizil ist die Sporthalle im Werner von Siemens Gymnasium auf der Schillerstraße in Großenhain.


So wird Zweier- Radball geregelt !

 

Das Spielfeld ist wie beim Kunstradsport international genormt: 14 Meter lang und 11 Meter breit. Es ist von einer 30 cm hohen Schrägbande eingefasst. Die Mannschaft besteht aus zwei Spielern: Torwart und Feldspieler, wobei auch der Torhüter im Feld spielen darf und umgekehrt. Die Spielzeit beträgt zweimal sieben Minuten. Halbzeitpause bei Seitenwechsel max. 2 Minuten. Junioren spielen zweimal 6 Minuten - Jugend/Schüler zweimal 5 Minuten. Der Ball hat Kugelform, ist aus Stoff gefertigt und hat einen Durchmesser von 17-18 cm und muss ein Gewicht zwischen 500 und 600 gr. haben. Seine Geschwindigkeit erreicht bei Freischlägen bis zu 70 km/h. Das Tor ist 2 Meter hoch und ebenso breit. Gespielt wird der Ball durch Schläge mit dem Rad und dem Körper, allerdings ohne Benutzung von Händen und Füßen - es sei denn die Hände bleiben am Lenker und die Füße auf den Pedalen. Kopfbälle sind gestattet. Im Strafraum, dem mit einer durchzogenen Linie von 2 Meter Radius gekennzeichneten Halbkreis vor dem Tor, darf sich jeweils nur ein Spieler der verteidigenden und angreifenden Mannschaft befinden. Der Torwart darf in seinem Strafraum auch die Hände zur Ballabwehr benutzen. Ein 4 Meter Strafstoß wird verhängt, bei Vergehen im eigenen Strafraum bzw. bei groben Regelverstößen, außerhalb des Strafraums. Andere Regelübertretungen außerhalb des Strafraums werden mit Freischlägen geahndet. Bei Ausball wird das Spiel nach Unterbrechung einen Meter von der "Ausstelle" und der Bande entfernt mit einem "Anschlag" fortgesetzt. "Ecken" - verursacht wie im Fußball durch den Verteidiger - werden von einem fixierten Punkt (2 Meter von der verlängerten Torauslinie und 4 Meter von der Tormitte) geschlagen. Bei Bodenberührung während des Spiels mit Fuß oder Körper, ist der betreffende Sportler erst wieder spielberechtigt, wenn er die Toraußenlinie des eigenen Gehäuses überquert hat.

 

 



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